MeltingPod - Migration im Dialog

MeltingPod - Migration im Dialog

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00:00:00: Was wir wissen ist, dass sich Einstellungen zur Migration eigentlich kaum verändern.

00:00:05: Also die bleiben über Jahre, Jahrzehnte relativ konstant.

00:00:09: also was Menschen über Migrantinnen denken muss und Menschen über migrationen denken.

00:00:14: Ob sie das gut finden oder ob sie es schlecht finden bleibt eigentlich relativ konstan.

00:00:17: Was ich ändert ist eben genau das wirst.

00:00:18: du sagst, dass man sich mit wiederkehrender Sicherheit immer wieder dieses Thema auf die Agenda schleicht Ja und auf einmal ganz oben steht, für viele Menschen das wichtigste Problem ist oder irgendwie das wichtigeste politische Thema.

00:00:32: Und vielleicht auch das wahle entscheidende Thema.

00:00:35: Willkommen zum Podcast Maltingtod – Migrationen-Dialog.

00:00:45: Mit Nachwuchswissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen sprechen wir über ihre Themen aus dem Bereich der Migrationsforschung.

00:00:53: Produziert vom Nachwuchsnetzwerk des interdisziplinären Zentrums für Integrations- und Migrations-Forschung an der Universität Duisburg Essen.

00:01:04: In wenigen Monaten findet in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahlen statt.

00:01:09: Ebenso wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus, und im kommenden Jahr wird unter anderem auch in Nordrhein-Westfalen gewählt.

00:01:16: An Themen für die Wahlkämpfe mangelt es derzeit eher weniger.

00:01:20: Ein Evergreen der Wahlkampfthemen ist seit jeher auch die Migrationspolitik.

00:01:25: Gleichzeitig befasst sich die Forschung zunehmend mit Fragen die Migrantinnen bzw.

00:01:30: Personen mit sogenannten Migrationshintergrund als politische Subjekte betrachten?

00:01:36: Wie ist diese Gruppe repräsentiert, wie wird das bewertet und was können wir zu ihrem Wahlverhalten sagen?

00:01:42: Unter anderem darum soll es in der heutigen Folge gehen und dafür freuen wir uns sehr, Manuel Diaz-Gassier begrüßen zu dürfen.

00:01:49: Manuel ist Politikwissenschaftler an der Universität Duisburg Essen und beschäftigt sich im Rahmen seiner Arbeiten mit der politischen Repräsentation von marginalisierten Gruppen um politischer Verhaltens- und Einstellungsforschung.

00:02:01: Hallo Manuel!

00:02:04: Mein Name ist Laura und ich teile mir das Mikrofon heute zumindest im übertragenen Sinne.

00:02:17: Wir haben gerade auch schon mal ganz kurz darüber gesprochen, aber du warst eine Zeit lang sowohl an der Uni Duisburg essen als auch an der Goethe-Uni in Frankfurt tätig.

00:02:26: Wenn ich an anderen Unis unterwegs bin dann gehe ich dort auch gerne in die Mensa und andere Mensaturys werden das auch sicherlich sehr gut verstehen und nachvollziehen können.

00:02:35: Du kennst jetzt ja sicherlich beide Mensen ganz gut, deswegen die erste Frage an dich.

00:02:40: Wenn du den Rest deines Lebens ausschließlich nur noch Mensaessen essen dürftest?

00:02:46: Für welche Mensa würdest du dich entscheiden?

00:02:48: Frankfurt oder Duisburg?

00:02:50: und noch ein kleiner Disclaimer vor allem für die Zuhörerinnen, die sich nicht so sehr an der Universität Duisburger Essen auskennen Wir haben eine Hauptmenser am Campus Duisburg und einer Hauptmesser am Campus Essen.

00:03:01: Und für die Frage ist ausschließlich die Mensa in Duisbruck gemeint, also das Stiefkind sozusagen?

00:03:09: Also wenn ich mich entscheiden müsste – ich mache es erst mal kurz – würde ich dann für immer an Frankfurt essen auch, wenn das ein bisschen weiter weg ist.

00:03:16: Mein Herz schlägt zwar für die Mensas in Duiskburg aber das Essen ist dann doch ticken besser.

00:03:20: Die Auswahl ist ein bisschen größer als veganeschende Person.

00:03:27: Es ist dann da auch ein bisschen angenehmer, was zu essen zu finden und ein bisschen abwechslungsreicher.

00:03:33: Ich glaube ich würde es nicht befreien.

00:03:37: Sie das kann ich auch voll verstehen obwohl wir in Duisburg ja angeblich irgendwie einen Best Award also jetzt sehe glaube ich nicht für vegan aber für vegetarisches Essen bekommen haben.

00:03:46: Also da habe ich mich auch gewundert, wie sieht

00:03:48: man immer mal wieder in unterschiedlichen Mensen?

00:03:50: Ich bin oft auch mein Warnberg unterwegs.

00:03:52: Da wird man auch als veganfreundliche Mensa getitelt aber ich hab doch immer das Gefühl dass es manchmal ein bisschen Auslegungssache ist.

00:04:00: Ja

00:04:02: genau ja.

00:04:03: also wir sind vegan freundlich nicht mit einer Mahlzeit die Woche Danke.

00:04:12: Dann kommen wir tatsächlich zu unserer obligatorischen Frage, die wir gerne in jeder Folge stellen um einfach auch euch dann als Wissenschaftlerin noch besser einordnen zu können.

00:04:21: Arbeitest du sehr qualitativ oder quantitativ?

00:04:25: Grundsätzlich arbeite ich eher quanti Ich bin quali aber nicht abgeneigt.

00:04:29: also es gibt schon durchaus Punkte, wo ich das sinnvoll erachte und gerade bei neuen Sachen, wo wir nicht so viel darüber wissen.

00:04:38: Und ich glaube dass man das am Ende des Tages sehr gut kombinieren kann.

00:04:42: aber irgendwie ist es dazu gekommen, dass ich hauptsächlich einfach quanti arbeite.

00:04:47: Aber viele um mich herum haben auch immer mal wieder Qualieansätze

00:04:52: Also dich als Gast, wir wissen das ja auf jeden Fall.

00:04:55: Aber auch die Frage von Abneigung und Zuneigung zu den anderen Methoden finde ich ist da tatsächlich immer so ein bisschen in die Frage, wie viel man sagt, ich gebürschen durch Quali und nett dass die Anderen es machen aber lassen mich selbst damit in Ruhe gibt es sich ja auch.

00:05:09: daher schön, dass du dich zwar klar zuortest, aber offen bleibst.

00:05:17: Laura hat ja auch schon angesetzt.

00:05:19: Also den medialen Debatten über die AfD geht es nicht nur um das Erstarken insgesamt, sondern auch wie das Migrationsthema als politisches Thema dieses Erstarkens begründet aber natürlich auch um die Frage inwiefern migrantische Gruppen die AfD wählen.

00:05:33: Hier geht es häufig auch um Die Gruppen der Russlanddeutsche und der Türkei Stemmigen.

00:05:38: Man interessiert sich für migrantische Gruppen, weil es natürlich im ersten Blick kontraintuitiv erscheint dass die AfD wählen.

00:05:46: und daher erstmal meine erste Frage auch zu so empirischen Hinweisen und Evidenzen.

00:05:52: Die ich dir gerne stellen möchte wie verbreitet ist denn die Wahl der AfD in diesen Gruppen mit eigen oder familiärer Migrationsgeschichte?

00:06:03: Ich glaube ich würde ganz gerne einmal kurz anfangen darüber zu sprechen über wen wir hier eigentlich reden.

00:06:09: In der Regel sprechen wir, das hast du schon richtig angesprochen, häufig über Russland-Deutsche.

00:06:14: Was wir damit meinen sind vor allem Menschen die aus dem Gebiet der Immerlik-Sofiat-Union gekommen sind also die da herstammen und auf der anderen Seite reden wir meistens über Türkei-Stimmige.

00:06:24: Also früher hat man mal Deutsch-Türken oder sowas gesagt.

00:06:26: mittlerweile geht es ja darum okay die kommen aus dem Gebiet der Türkeis Das können aber Kurden sein usw.

00:06:32: Die ethnische Abstammung ist dann sehr unterschiedlich.

00:06:35: Deswegen sprechen wir da über Türkei-Stämmige.

00:06:37: Meistens endet die Debatte auch an der Stelle, also das sind die zwei... Einfach weil es die zwei oder zwei der größten Gruppen sind wenn's um die Wählerschaft geht,

00:06:46: d.h.,

00:06:47: es ist meistens die interessantesten, weil hier am meisten zuholen ist.

00:06:52: Nur dass wir das mal kurz eingeordnet haben und den es eigentlich geht, beide bewegen sich so um die eine Million Wahlberechtigten, wenn wir von einer Bundestagswahl sprechen.

00:07:02: Russland-Deutsche sollten Ticken mehr sein als Türkei-Stämmige.

00:07:05: Und wie du schon richtig sagst, wirkt das erstmal komisch vor allem weil es auch viel geschrieben wird und das gefäufig berichtet darüber was vor allem unter Russland Deutschen die Prävalenz des AfD wählen oder der Sympathie gegenüber der AfD sehr hoch ist oder sei und da gibt's auch empirische Evidenz für dass es so ist.

00:07:29: also bei den meisten Sachen, über die ich hier jetzt spreche.

00:07:33: auch in den nächsten Minuten oder Stunden bezieh' ich mich meistens auf die Immigrant German Election Study eins und zwei, die hier Duesburg gemacht wurde von einem Körperstabliner Meyer Dennis Spieß.

00:07:46: Und was da gefunden wird ist es bei den Russland-Deutschen Imms um ein Leichte... für die Bundestagswahl im Jahr twee Tausend Sieben eine leichte Überrepräsentation an AfD-Wählern im Vergleich zur Gesamtbevölkerung.

00:08:00: Das heißt, wir müssen hier gucken dass in dieser Gruppe scheinbar irgendwas ist was die AfD besonders interessant macht.

00:08:08: man muss das ganze oder man muss es ganz direkt so ein bisschen einfangen weil das am Anfang oder schnell so wirken kann dass alle in der Gruppe jetzt auf einmal die AfD wählen.

00:08:16: das sind nicht so viele ja es sind etwas mehr als in der gesamte Bevölkerung.

00:08:22: Aber es ist jetzt nicht so, dass die Hälfte der Russland-Deutschen die AfD fehlt.

00:08:25: Ja also so ist das auch nicht.

00:08:26: Das heißt manchmal wird das ein bisschen größer gemacht als das Thema eigentlich ist aber es ist nichtsdestotrotz trotzdem spannend.

00:08:31: warum ist das denn so?

00:08:33: Dass es da scheinbar irgendwie etwas grössere Sinfonien gibt.

00:08:39: Genau so ist es bei Türkei Stämmigen.

00:08:44: vor allem in der letzten Wahl wird das medial häufig thematisiert dass diese Gruppe sich eben der Partei hingezogen fühlt.

00:08:55: Und das ist natürlich auch noch mal eine spannende Geschichte, warum ist es eigentlich so?

00:08:59: Ich glaube grundsätzlich ist erst einmal wichtig zu wissen wie das Wahlverhalten von Menschen mit Migrationsgeschichte vor allem in den beiden Rupen eigentlich funktioniert.

00:09:08: und was Interessante ist eigentlich auch kontra-influentiv gar nicht so anders als bei allen anderen Menschen auch.

00:09:14: also die klassischen Erklärungsansätze sind eigentlich dieselben.

00:09:20: Welche wären das?

00:09:21: Genau, so aus wie Partei-Identifikation.

00:09:24: Das ist wichtig.

00:09:25: Wenn die Leute irgendwie aufwachsen mit einer bestimmten Parteibindung des Projekts, fehlen über die gesamte Zeit.

00:09:32: Bei der Mehrheitsbevölkerung ist man relativ grundsätzlich zur Fund und anders sind Sachen wie Kandidatenorientierung.

00:09:41: also finde ich die Kandidatenkool, die antreten Themen sind extrem wichtig für die Leute Und wenn Einstellungen und Themen der Parteien matchen, dann zieht es die Leute eben auch an.

00:09:54: Was wir häufig haben ist dass in der Gruppe der Menschen mit Migrationsgeschichte so was wie Partei-Identifikation deutlich geringer ist einfach weil man nicht in dem System sozialisiert wurde Die Eltern da nicht sozialisiert wurden.

00:10:06: das heißt diese übergenerationalen Effekte sind ein bisschen schwächer.

00:10:11: Das heißt meistens ist das weniger ausgeträgt.

00:10:15: So, und wenn wir uns das Ganze jetzt in den spezifischen Fall angucken von beispielsweise Russland-Deutschen haben wir da eine sehr interessante Gruppe weil diese sich sehr häufig noch als ethnisch Deutsch versteht.

00:10:29: Also es ist ne große Gruppe die früher vertrieben wurde, die dann später hier wieder zurückgekommen sind und sich im Ausland eben auch als eine Art von unterdrückten Deutschen geführt haben.

00:10:42: Die irgendwie noch so ein bisschen diese Tradition gewahrt haben, die Sprache so ein bißchen gewahrthaben, die hinkommen und sich wie gesagt eben als ethnische Deutsche fühlen.

00:10:49: Das heißt der Bezugspunkt zu anderen Menschen aus anderen Herkunftsländern ist eine ganz unterschiedliche wenn man selber das Gefühl hat, wann gehört hierhin?

00:11:01: Und man ist Teil dieser Kultur.

00:11:04: Das heißt, da ist natürlich eher mal so eine Verbindung dar.

00:11:10: Dann was bei den Russland-Deutschen auch ein Thema ist, dass die AfD-Konferenz sehr gezielt anspricht.

00:11:18: Also viele Kandidierende sind... Nicht absolut viele, aber es gibt einige Kandidierende mit Russland-Deutschen Wurzeln.

00:11:32: Es gibt Wahlplakate immer mal wieder die auf Russisch verfasst sind und also die Ansprache der Partei mobilisiert natürlich auch diese Person ein bisschen.

00:11:40: Und auf der anderen Seite wenn wir uns Türkei stimmiger angucken am Ende kann man sagen dass Menschen die vielleicht ein konservatives Weltbild haben Dann am Ende des Tages auch einfach eine Konservativ-Partei wählen.

00:11:54: Und das ist ja auch einfach nur verständlich, weil es dann diesen Match gibt zwischen der Partei und der Einstellung in den Menschen.

00:12:01: Das macht jeder von uns!

00:12:04: Wenn ein Parteiver sagt was ich gut finde, dann wähle ich diese Partei.

00:12:08: Das kann eben sein... ist dieses Migrationsthema vielleicht gar nicht das Wichtigste dann in dem Sinne, sondern mir geht es um Familienpolitik.

00:12:18: Mir geht's darum wie Familien zusammengesetzt sind und mir gehts auch um kulturelle Dinge.

00:12:25: Auf der anderen Seite hast du natürlich was man auch beachten muss, kommen wir vielleicht später nochmal zu, dass solche Sachen wie Solidarität zwischen verschiedenen Minderheitengruppen Häufig nicht ganz so stark ausgeprägt, dass wie man das irgendwie vermuten würde.

00:12:44: Und man kann sich ja doch immer relativ stark ab dann noch von anderen vor allem Türkei Städtige sind.

00:12:50: es ist ja also das ist eine Gruppe die ist jetzt seit fünf sechs sieben Generationen hier gefühlt.

00:12:54: Also wenn das mal seit vier oder fünf.

00:12:56: Es gibt ne sehr lange Geschichte, ne sehr langer Einwanderungsgeschichte, die damals angefangen hat mit dem Anwerbabkommen und so weiter.

00:13:04: Das ist natürlich eine ganz andere Geschichte als Menschen, die jetzt gerade ganz frisch hierhin gekommen sind dann aus Bürgerkriegsgebieten, die aus Syrien hingekommen sind oder sonstiges.

00:13:15: Man muss sich da erst mal fragen warum gibt es überhaupt diese Verbindung?

00:13:19: Und wenn der AfD sich hinstellt und was Kritisches sagt über Geflüchtete, dann übertragen Leute das vielleicht gar nicht direkt auf sich selber weil sie sich selber dieser Gruppe ja gar nicht zugehörig fühlen.

00:13:33: Das heißt, da gibt es manchmal so einen kleinen Miss-Match.

00:13:36: was ist für uns auf der ersten Ebene komisch macht und unintuitiv warum Menschen diese Parteien vielleicht wählen.

00:13:44: aber wenn man sich das ein bisschen strukturierter anschaut merkt okay es gibt schon gute Gründe warum das so sein kann.

00:13:50: Ja das glaube ich.

00:13:50: die ausführliche Antwort zu dem Thema

00:13:54: Ja, total.

00:13:54: Also danke dir!

00:13:55: Es zeigt auch einfach wieder wie heterogen diese Gruppen sind über die wir eigentlich immer sprechen und als homogene Gebilde tun.

00:14:02: und ich glaube das ist ja dann halt nicht nur die Frage von Solidaritäts-Themen zu anderen sondern auch einfach so ein bisschen die Frage, genau wie du halt auch einfach angegrenzt hast erkenne ich oder denke ich halt dass ich mit dieser Gruppe auch einfach gemeint bin oder nicht.

00:14:16: also die Frage der Übertragung Was mich natürlich auch interessieren würde, wir sprechen ja auch tatsächlich nicht erstarkende AfD.

00:14:24: Du meintest ja auch es geht dann irgendwie auch um Fragen von Familienpolitik und so weiter?

00:14:27: Warum man die vielleicht wählt.

00:14:28: aber wir haben ja auch schlechte Erklärungen warum Menschen aus quasi unter den Klassen oder die AfD wählen wenn man merkt dass das für die Gruppen ja auch keine Politik gemacht wird.

00:14:41: daher würde ich mich noch mal interessieren warum ist überhaupt lohnswert diese Frage bzw.

00:14:45: diese Gruppe zu untersuchen mit Blick auf die AfD?

00:14:47: also Wir können ja quasi schon in der Gesamtbevölkerung das erstarkt.

00:14:52: So genau erklären.

00:14:53: und warum ist sozusagen nochmal das besondere Interesse an migrantisierten Gruppen?

00:14:59: Ich schätze, dass das Interesse vor allem groß daran, weil die Gruppen immer größer werden – also groß sind und immer größter werden!

00:15:06: Und man muss ja so ein bisschen auch in die Zukunft blicken und schauen wie sich auch die deutsche Bevölkerung weiterentwickeln wird.

00:15:13: Aktuell, lass mich nicht schlügen.

00:15:15: Sobald ich bei der Dreiundzwanzig Vierundwarzeinzig Prozent von Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland was sowohl deutsche Staatsbürger als auch Ausländer einschließt die dann natürlich keinen Fallrecht auf gewohntes Ebene haben Aber die Gruppen werden immer größer und dementsprechend immer relevanter.

00:15:31: Und wenn man ehrlich ist müsste man jetzt so langsam eigentlich auch schauen dass man das Thema um Russlanddeutsche und Türkei stämmige also ein bisschen hinten anstellt und sich neue Gruppen anguckt die in Zukunft sehr relevant werden für Wahlen.

00:15:46: Also wenn wir z.B.

00:15:47: Syrienstämmige nehmen, es gibt über eine Million davon in Deutschland, die meisten davon haben eben noch einfach aus Zeitgründen, weil das noch gar nicht möglich war, noch keine deutsche Staatsbürgerschaft.

00:15:56: Das heißt sie sind politisch natürlich noch nicht so sehr auf der Agenda.

00:16:01: Das heisst man müsste eigentlich sogar schauen dass man sich in Zukunft so ne Gruppe anschaut.

00:16:04: oder was ist mit Menschen die aus der Ukraine hierhin gekommen sind?

00:16:07: Ja also gibt's da irgendeine Perspektive, dass immer nochmal zurückgeht?

00:16:11: irgendwie siehts weniger danach aus, leider.

00:16:14: Das heißt da werden auch viele Menschen langfristig hierbleiben und die Gruppen werden immer größer, sie werden immer diverser.

00:16:23: das heißt es ist für uns relativ spannend zu schauen okay welche Unterschiede gibt es?

00:16:28: Gibt es gemeinsame Erklärungsfaktoren?

00:16:31: Gib es die nicht?

00:16:33: Und da eben zu schauen was kann man vielleicht auch machen wenn man in so Richtungen von Democratic Resilience oder sowas denkt und Parteien, die die Ordnung in sich gefährden.

00:16:45: Ja also ich finde es tatsächlich auch spannend weil du jetzt auch die anderen Gruppen angesprochen hast dazu fragen wo dann halt sozusagen auch Analogien zu den bisherigen befunden?

00:16:53: Also kann man davon ausgehen dass die jurischen Gruppen quasi auch durch muslimisch sozusagen attribiziert vielleicht mit dem türkeistämmigen ähnliche Ergebnisse produzieren würden oder halt auch bei ukrainischen Bepflichteten.

00:17:07: Die Frage, weil man ja schon auch sehr stark wir werden angerufen also dieses Wir in dem Krieg stark gemacht hat, ob da dann vielleicht die Erklärungsansätze für Russland-Deutsche funktionieren eher?

00:17:18: Also bleibt spannend.

00:17:20: Es bleibt absolut spannend.

00:17:23: es gibt dazu keine Zahlen bisher.

00:17:27: Man kann jetzt will spekulieren was passiert und so weiter.

00:17:33: Was auch eine Rolle spielt, was wir jetzt noch gar nicht hatten sind so Diskriminierungserfahrungen und welche macht man eigentlich.

00:17:38: Und warum macht man diese?

00:17:40: Wer macht mehr, wer macht weniger?

00:17:43: Das spielt bei diesen Gruppen natürlich auch noch.

00:17:45: Menschen die aus der Ukraine hierhin gekommen sind machen einen ganz anderen Kontakt mit der Mehrheitsbevölkerung als Menschen, die aus Syrien geflüchtet sind.

00:17:55: Weil Leute hier dann sehr viel mehr verständnisvoll am Anfang aufgebracht haben.

00:17:59: für Menschen, Es ist völkerrechtswidriger Überfall auf ein Land und für die Leute ist das dann nachvollziehbar, dass die Leute hier hinkommen.

00:18:10: Und das macht natürlich was auch mit den Einstellungen und der Reaktion auf diese Menschen und das prägt natürlich auch fürs Leben.

00:18:18: Aber was dann passiert kann man viel spekulieren.

00:18:20: aber es wird unsere Aufgabe denn irgendwann sein sich damit auseinanderzusetzen zu schauen was da los ist.

00:18:28: Ja, das ist jetzt ja auch angesprochen.

00:18:30: Also gerade dieser Blick auf neue Gruppen die Forschung dann eben in der Zukunft beschäftigen wird.

00:18:39: Wenn Menschen hier ankommen und dann kommen um zu bleiben, das stellt natürlich auch neue Anforderungen an politische Repräsentationen.

00:18:49: wenn Menschen länger hier sind, dann entweder können sie natürlich auch zu Recht Repräsentationsansprüche und du befasst dich in deiner Doktorarbeit mit dem Thema Repräsentation von Migrantinnen.

00:18:59: Und vor allem auf wie das von der Mehrheitsgesellschaft wahrgenommen wird.

00:19:02: Ich würde jetzt gerne zu Beginn – Du hast es vorhin so schön gemacht – zunächst mit einer Verständnisfrage beginnen.

00:19:08: Wenn wir von Migrantin sprechen geht es da dir um diejenigen, die selbst eine Migrationserfahrung haben oder um die Gruppe von Leuten, die du eben selber schon genannt hast für Personen mit Migrationshintergrund?

00:19:22: Gute Frage, dass wir vielleicht ganz am Anfang sogar mal darüber sprechen können.

00:19:27: Aber besser spät als nie!

00:19:31: Worüber wir hier eigentlich sprechen... also wenn wir von Migrantinnen sprechen, dann sprechen wir natürlich immer über die erste Generationen, also die Leute, die tatsächlich selber diese Wanderungserfahrungen gemacht haben.

00:19:41: Also beispielsweise ich, mit meinem Namen.

00:19:44: Ich bin in Deutschland geboren Ich habe keine eigene Wanderungserfahrung, bin also in der zweiten Generation mein Vater allerdings.

00:19:51: Der ist tatsächlich aus Spanien nach Deutschland gekommen und ist dementsprechend in einer ersten Generation nicht hier gebucht.

00:19:57: Und dann fangen wir da nahe... So ein viel zu Thema erste Generation, zweite Generation.

00:20:03: Das ist in der Regel das was statistisch erfasst wird in Deutschland also dass wir von Menschen mit Migrationsuntergrund sprechen dann sind es meistens beim Statistischen Bundesamt und so weiter geht's um die Erste und Zweite Generation.

00:20:17: Da kann man sich ganz natürlich weiter denken was ist mit den Enkelkindern?

00:20:21: Was ist der Großenkelkind an dieser Leute?

00:20:23: In der dritten, vierten, fünften sechsten Generation?

00:20:26: Was alles relevant sein kann Ja, aber das einmal zum Verständnis von dieser Generationengeschichte und von wem man da eigentlich spricht.

00:20:35: Auf der anderen Seite kann man das Ganze dann noch weiter ausdifferenzieren und sagen okay wenn jemand mit zwei Jahren nach Deutschland gekommen ist, ist er dann wirklich Migrant?

00:20:45: oder es ist eigentlich schon eher so wie eine halbte Generation weil die Person eigentlich vollständig hier im Land sozialisiert wird und man das komplette politische System, das soziale System irgendwie navigieren kann.

00:20:56: Und sich da auskennt und da aufwächst?

00:20:59: Also da kann man dann ganz viele große Unterscheidungen machen Worum es natürlich geht.

00:21:07: vor allem über Präsentationsfragen sprechen ist nicht einfach nur okay.

00:21:11: wo ist jemand geboren?

00:21:13: Es geht viel darum wie sieht diese Person eigentlich aus?

00:21:19: Was signalisiert diese Person für bestimmte Gruppen und wie wird diese Person eigentlich wahrgenommen.

00:21:25: Und vor allem beispielsweise sind wir wieder bei Türkei Stemmigen, da sind ja Leute heute in der vierten Generationen die immer noch Namen tragen, die klar signalisieren dass sie türkei ständig sind, die vom Aussehen vielleicht so eingeordnet werden immer noch von vielen Menschen das heißt die geben dieses starke Signal.

00:21:46: in einer Statistik tauchen die nirgendwo auf.

00:21:48: Da sind das quasi klassische Bio-Deutsche.

00:21:53: Und da tauchen die nicht auf,

00:21:54: d.h.,

00:21:55: da muss man ein bisschen aufpassen über wem man jetzt eigentlich spricht und was man auch wirklich sagen will.

00:22:01: Wenn wir in Deutschland über diese Präventation von Menschen mit Migrationsgeschichte sprechen, beschäftigen sich die meisten Studien eben mit so einer Frage okay, gucken wir uns mal die Parlamente an... wie viele Menschen sind hier im Ausland geboren oder eben nachkommen, von Menschen die im Auslands geboren sind.

00:22:21: Und dann haben wir so eine kleine Zahl, die uns sagt okay diese Gruppe ist unterrepräsentiert und da überall präsentieren.

00:22:27: Das vielleicht mal als kleiner Einordnung

00:22:28: da.

00:22:29: Genau in deiner Forschung definierst du da auch?

00:22:31: Oder guckst du dir davon nur eine Gruppe an?

00:22:35: Das kommt ganz unterschiedlich auf den... ich sag mal auf das... auf die spezielle Forschungsfrage, dann am Ende des Tages an.

00:22:46: Auf was für eine Art und Weise man das Ganze klassifiziert und einordnet?

00:22:50: Beispielsweise in einer Arbeit, an der ich gerade sitze, schauen wir uns das ganze über so Visibility-Marke, also im Prinzip schauen wir als Kandidatinnen oder Kandidaten an, nehmen erstmal die Namen dieser Kandidate, kodieren diese nachwagend nachherkommt wie ich gerade schon meinte, viel wichtiger ist als tatsächlich die objektive Herkunft.

00:23:15: Weil sie gar nicht soviel hergibt.

00:23:18: Bloß das Ganze zu kombinieren mit Bildern und Fotos dieser Leute um das zu kodieren und zu schauen okay gibt es dann auch einen Namen Queue und dann gibt's ein Visibility Queue.

00:23:30: Und dann eben zu sehen hier macht das einen Unterschied für die Leute wer da eigentlich steht.

00:23:36: So könnte man das ganze eben auch angehen.

00:23:39: Auf der anderen Seite kann man, was dann in einer anderen Studie passiert ist allgemein nach sowas zu fragen wie gut finden sie wenn Menschen mit Migrationsgeschichte repräsentiert sind oder Menschen mit dem Migrationsintergrund repräzentiert sind.

00:23:56: Dann fragt man natürlich nach diesem statistischen Konzept an Erdbeerungszeichen.

00:24:01: aber das ist ja etwas was befragt in jedem Kopf haben.

00:24:04: also Ich meine, ich habe das jetzt im Kopf.

00:24:07: Wenn ich so eine Frage lesen würde, aber einfach nicht seit Jahren beschäftige.

00:24:11: Aber wenn befragte Menschen mit Migrationshintergrund hören, dann weiß ja keiner genau das was ich gerade eben erzählt hab.

00:24:17: Diese ganzen Feinheiten in den einzelnen Definitionen und das weiß ja keine.

00:24:21: Das heißt, Menschen orientieren sich eher an diesen offensichtlichen Cues von Andersartigkeit.

00:24:27: In der Literatur wird dann gerne gesprochen

00:24:30: Genau.

00:24:30: Das

00:24:31: kann alles Mögliche sein, ja?

00:24:33: Und das kann dann sein Sprach-Cues bei wenn wir jetzt von Repräsentationen sprechen relativ selten weil Menschen die im Parlament oder den Bundestag beispielsweise sitzen haben ja alle die deutsche Staatsbürgerschaft.

00:24:44: Das heißt sie sind sowieso alle sprachen nicht auf einem Niveau wo das viel gar nicht auffällt.

00:24:51: Gibt es kleine Hausnahmen klar aber bei dem meisten ist das so.

00:24:54: Aber dann ist es sowas wie Hautfarbe und es ist irgendwie phenotyp Religion, die vor allem visibly ausgelebte Religionen, die solche Queues eben geben kann.

00:25:07: Und das sind natürlich alles Sachen, die dahinter stecken weil eigentlich mega zu unserer Grund ist halt irgendwie so ein Konzept was eigentlich nur ein Proxies für viele kleine andere Sachen die eigentlich wichtiger sind und diese Queues geben.

00:25:19: Das sind eigentlich die Sachen über die Menschen wahrscheinlich eher denken wenn sie von Menschen mit Migrationshintergrund hören, anstatt tatsächlich von so einer fixen statistischen Kategorie und die Zahle oder sowas.

00:25:31: Ja auch wie du es vorhin schon gesagt hast der Name da gibt's ja noch Forschung zu über elektorale Diskriminierung.

00:25:38: inwiefern spielt das eine Rolle bei viele Wähler in deren Hauptberührungen mit den Kandidierenden ist dann auf dem Wahlzettel und dann liest man eben den Namen?

00:25:50: Korrekt!

00:25:53: Wenn wir ehrlich sind, sind die Hauptberührungspunkte wahrscheinlich Wahlplakate in Deutschland und der Wahlzettel.

00:25:57: Also diese zwei Sachen.

00:25:58: Das heißt dann Wahles... Ich weiß das Wahle ist weil ich rausgehe und an jeder Laterne ein Wahlplakat hängt.

00:26:04: Und da sehe ich dann... Räufe ich die Kandidierenden auf den Plakaten.

00:26:07: D.h.,

00:26:07: da seh' ich sie schon mal und sehe den Namen.

00:26:09: Sondern das sind eigentlich die Cues, die wir haben über diese Menschen und wie wir die irgendwie wahrnehmen.

00:26:16: Und wenn er jetzt Hans-Peter Schmidt steht und die Person weiß irgendwie ein älterer Mann, da kann man den sehr schnell einordnen und geht erst mal nicht davon aus dass die Person vielleicht im Senegal geboren ist beispielsweise.

00:26:30: Und bei anderen Menschen ist das ja anders.

00:26:31: also diese Cues wie die wahrgenommen werden ist dann natürlich sowieso auch individuelle abhängig.

00:26:38: aber das glaube ich die wichtigen Marker die man hat.

00:26:41: Selbst wenn Hans-Peter sagen wir mal eine eigene Migrationserfahrung beispielsweise aus Österreich oder Niederlande hat dann erfahrungsgemäß spielt das ja auch eher wenig in der Rolle?

00:26:51: Genau!

00:26:51: Ja, jetzt hast du auch schon gesagt dass du dich vor allem in einer in einem Dreh deiner Arbeit auch damit befasst wie die Repräsentation von... Wie nennen wir es denn jetzt?

00:27:01: Ich bleibe trotzdem aber bei dem einfachen Begriff Auch wenn so eine große Containerkategorie ist wie du schon schön dargelegt hast Person mit Migrationshintergrund.

00:27:10: Wie das eben wahrgenommen wird deren Repräsentation von der Mehrheitsgesellschaft Kannst du dazu vielleicht noch ein bisschen was sagen also vor allem auch mit welchen anderen oder auch angegangen bist oder ran gehst.

00:27:21: Man kann das Ganze auf vielen verschiedenen Ebenen betrachten.

00:27:26: Was meistens gemacht wird, ist dass man sich das auf so einer elektoralen Ebene anschaut.

00:27:33: Also was du jetzt gerade schon gemacht hast angesprochen, hast du Studien zum Thema Elektro-Diskriminierung und die reagieren Wähler darauf?

00:27:41: Gibt es vielleicht sowas auch?

00:27:43: Immer ein ganz bliebendes Argument gibt es vielleicht einen Backlash, weil man Kandidaten mit Migrationshintergrund aufstellt.

00:27:49: Bedeutet im Prinzip nichts anderes als die Mehrheitsgesellschaft.

00:27:52: Werden sich dann stärker von der Partei ab als minder halten und sich der Parteil zuwenden?

00:27:58: Und im Agregat bedeutet das dann im Prinzip ein schlechteres Ergebnis.

00:28:03: Also was noch am ehesten gemacht wird, was sehr wenig gemacht wird ist... Was wir uns auch anschauen wie sind Reaktionen bezüglich der Zufriedenheit und dem Vertrauen in das politische System.

00:28:20: Und was macht das eigentlich mit Menschen?

00:28:24: Das ist, was ich gerade eben auch schon angesprochen habe, wenn man mal anfängt diese ganzen Namen von Kantitierenden zu kutieren und zu schauen wie reagieren Menschen eigentlich darauf.

00:28:34: Ist es sehr individuell abhängig davon, was Menschen... also in erster Linie erstmal was Menschen wissen über Politik Und wie viele, wie viel Wissen Sie eigentlich haben über Kandidierende.

00:28:46: Weil man natürlich erst mal sagen kann okay wenn jemand keine Ahnung von Politik hat und keine Kandidieren entkennt und die Kandidaten kennen es in Deutschland ist relativ gering ausgeprägt dann hat sowas kaum Effekte ja weil sie auch keiner haben können wenn man das weiß.

00:29:05: ich glaube dass ist das größte Problem mit dem man sich da erstmal auseinandersetzen muss wenn man auf der eben ist wer nimmt's überhaupt wahr?

00:29:12: Da gibt es dann natürlich so ganz klassische Sachen, dass das sehr stark abhängt von individuellen Dingen.

00:29:20: Das heißt wo stehe ich selber politisch links oder rechts beispielsweise?

00:29:25: So wenn ich selber auf der linken Seite stehe bin ich natürlich viel schneller in so einer Argumentation drin mit hey Diversität ist gut!

00:29:31: Ich finde das gut wenn es immer mehr Leute gibt, mehr Stimmen werden gehört.

00:29:37: Deshalb finde ich das ganze gut.

00:29:39: Wenn ich natürlich sehr weit rechts stehe Also meine erste Argumentation wahrscheinlich eher sowas wie, wo da sind Menschen die anders aussehen als ich.

00:29:48: Ich habe ein bisschen Sorge dass meine Interessen vielleicht auch hinten angestellt werden wenn dann Menschen stehen die nicht so sind wie ich und das ist also davon.

00:29:59: davon ist es abhängig in erster Linie Und dann gibt's natürlich ganz unterschiedliche andere Dinge.

00:30:06: eine Sache was wir jetzt gefunden haben dass vor allem auch die Aufmerksamkeit für Benachteiligungen der Gruppe sehr wichtig sind.

00:30:16: Also ich glaube, im Neudeutsch würde man sagen so was wie Awareness für ja für die Benachteilligung dieser Gruppe.

00:30:25: das heißt wenn ich selber denke Menschen mit Negationsgeschichte oder Spezifische einzelne Untergruppen sind benachteiligt in der Gesellschaft.

00:30:34: Ja, sie sind von Vorurteilen betroffen, er sind von Diskriminierungserfahrungen Betroffene bin ich viel eher dazu geneigt diese Repräsentation auch gut zu finden und zu sagen okay Diese Leute sollten irgendwo repräsentiert werden die sollen das Stimme bekommen.

00:30:47: Wenn ich das nicht sehe dann mich oft weniger dazu geniegt irgendwie was am Status quo zu ändern Und da irgendwie etwas anzupassen.

00:30:57: Das ist vielleicht mal so.

00:30:58: eine erste zum ersten Anliegen.

00:31:02: Bei mir im Kopf raucht und schwirrt es auch schon gerade ganz toll, weil ich würde das vielleicht nochmal kurz zur Einordnung, weil wir jetzt ja auch so sehr nah an diesen Begrifflichkeiten, Diskriptiven und substanzielle Repräsentationen die ganze Zeit schon angratzen ohne sie wirklich auch explizit zu benennen.

00:31:19: also wir haben jetzt sehr viel vor allem über die diskriptive Repräzentation geschrieben also die Frage wie weit sich die Demografie einer Gesellschaft in den politischen Institutionen tatsächlich abbildet.

00:31:29: Also du hast ja beispielsweise jetzt schon gesagt, dass wir so ungefähr bei einem Gesamtbevölkungsanteil von Personen mit Migrationshintergrund forden Pan-Zwanzig, ich glaube sogar knapp dreißig Prozent sind im Deutschen Bundestag.

00:31:44: Sind elf Komma fünf oder sechs Prozent der Abgeordneten genau haben einen Migrationshintergrund?

00:31:52: Genau das Gleiche macht man häufig.

00:31:53: dann sehr prominent ist auch immer die Debatte zum Frauen Anteil also der es ja im Deutschen Bundestag ist zuletzt auch wieder leicht gesunken und liegt bei ein bisschen über dreißzig Prozent beim Gesamtbevölkungsanteil von Fünfzig Prozent.

00:32:08: Genau, das beschreibt die dekriptive Repräsentation wo hingegen die Substanzelle dann auf die inhaltliche Ebene abspielt und du hast jetzt auch gerade die Themen angesprochen.

00:32:19: Also du guckst ja tatsächlich an wie die Wahrnehmung der dekrieptiven Repräsentation dieser Gruppe ist als auch die substanzielle?

00:32:28: Nein also das freut mich nur eher eine theoretische Herleitung warum das Ganze relevant ist.

00:32:36: Also ich meine, das ist ja ein großer Punkt aus so einer politischen Theorieperspektive.

00:32:41: Warum das dekriptive Repräsentation überhaupt relevant?

00:32:44: Weil man davon ausgeht wenn Personen bestimmter Gruppen repräsentiert sind dass die Interessen dieser Gruppen hier gehört werden weil sie eher artikuliert werden usw.

00:32:55: Das andere Themen auf der Agenda sind und das ist sehr meistens Die Argumentation dahinter, das heißt es bietet sich immer ganz nett anders als Argumenten zu nutzen für die Relevanz.

00:33:06: Aber grundsätzlich liegt der Fokus bei mir auf der descriptiven Rettfassantation und wie das war gelöst.

00:33:14: Genau du schaust dir dann ja auch das Vertrauen an.

00:33:16: also wie das dann mit dem Vertrauen zusammenhängt hast du schon gesagt?

00:33:20: Wie hängt das denn dann zusammen?

00:33:21: Also was macht das mit dem vertrauen?

00:33:27: Genau, also man sieht ein bisschen was.

00:33:28: Man sieht nicht so viel, was vor allem daran liegt, was ich gerade meinte das Leute vielleicht gar nicht so viele wissen über die Leute.

00:33:37: Was wir ganz grundsätzlich in einem Zusammenmachen finden ist dass wenn du in einem Wahlkreis lebst indem es mehr Kandidierende mit Migrationsgeschichte gibt, dass das vertrauene Vendenz ein bisschen höher ist aber das verwischt sehr schnell wenn man sich beispielsweise Unterschiede nach Ost und Westdeutschland anschaut.

00:34:00: Das heißt, die Effekte sind nicht sehr stark.

00:34:02: Und das heißt es springt alles immer so ein bisschen von Minus nach Plus und irgendwo um die Null rum.

00:34:09: Was man, wenn man das Ganze kontrolliert für wie viele Kandidaten kennen die Leute als?

00:34:14: wie groß ist eigentlich deren Political Knowledge?

00:34:17: Dann wird das Ganze ein bisschen robuster.

00:34:21: Das heisst grundsätzlich also ohne dass das jetzt eine definitive Erkenntnis ist, zeigen Daten eher in einer Richtung, dass es einen kleinen positiven Zusammenhang gibt.

00:34:37: Was ich am ersten dann damit erklären lässt das sowas irgendwie signalisiert, dass das politische System offen ist für verschiedene Standpunkte und dass das system funktioniert im Sinne von.

00:34:52: Die Gesellschaft wird abgebildet und dass sich dadurch eben das Gefühl kriege, die Demokratie tut das was sie tun sollen.

00:35:03: Aber wie gesagt es zeigt sich in einer leichten Tendenz aber je nachdem in welchem spezifischen Kontext man sich das ganze anschaut verschieben sich dann auch wieder die Zahlen und sieht das Ganze wieder anders aus.

00:35:18: Also es hängt natürlich auch viel damit zusammen, in was von einem Wahlkreis lebe ich eigentlich.

00:35:22: Es ist ein Wahlkreist der eine hohe Population hat für Menschen mit Migrationsgeschichte, geringe Populationen.

00:35:29: und dann gibt's ne History weil meistens ist das ja so, dass Kandidierende sehr häufig hintereinander kandidieren.

00:35:36: Das heißt manchmal gibt es Wahlkreise beispielsweise hier in Büsburger Norden wo machen wir die Östämie natürlich per Namen gesehen eine Migrationsgeschichte aufweist, was er auch tut und ja dann aber sehr häufig hintereinander kandidiert.

00:35:53: Das heißt die Leute gewöhnen sich irgendwann natürlich auch daran und irgendwann fällt das vielleicht gar nicht mehr so stark auf.

00:35:58: Was heißt, dass wir noch nicht wissen, was in dem nächsten Schritt, was man sich anschauen muss und was ich auch machen werde ist zu schauen, was passiert eigentlich wenn es der größere Veränderungen gibt?

00:36:10: Also was passiert an den Orten wo es im Grunde keine Migrantische Repräsentationen unter den Kandidierenden gibt?

00:36:21: und wenn sich das ändert, so es gibt ein bisschen was.

00:36:24: Ja also wenn's wirklich diesen Schock gibt in Anführungsstrichen... Was passiert dann?

00:36:30: Und dass ist eigentlich die einfach eine Follow-up Frage.

00:36:34: da können wir uns vielleicht in zwei Monaten noch mal zusammensetzen und darüber sprechen was vielleicht ganz wichtig ist.

00:36:42: Genau, das bleibt auf jeden Fall aufspannend bei dir bzw.

00:36:46: auch die Forschung, die du dann dazu liefern wirst.

00:36:50: Ich werde auf jeden fall einen Blick reinwerfen und ich freue mich darauf.

00:36:53: Jetzt noch mal eine letzte Frage zum Schluss!

00:36:54: Du hast vorhin nämlich beim Thema Erklärung von Wahlverhalten von türkain-russlandstämmiger angesprochen, dass ihr mit der Immigrant Election Study gearbeitet habt.

00:37:05: Die werden wir gerne in den Show Notes verlinken – es ist ein sehr spannender Datensatz.

00:37:12: Das Verhältnis zwischen Repräsentationen von Personemikrationssterekund und die Effekte auf das Vertrauen anschauen.

00:37:18: Mit welchen Daten arbeitest du da denn?

00:37:22: Da arbeite ich mit ganz unterschiedlichen Sachen, einmal mit Daten aus einem Projekt, den wir in Frankfurt erhoben haben.

00:37:30: Also sie sind noch nicht öffentlich zugänglich aber es ist ein Konzip aus dem DFG-Projekt.

00:37:36: Haben ja da eine ganze Menge an Daten erhobene.

00:37:40: Darüber hinaus ist das viel einfach mit normalen Wahldaten und sowas eben zu kombinieren.

00:37:51: Das ist glaube ich der große Kniffe in der ganzen Sache, mit eigenen Kodierungen von Daten.

00:37:57: Also im Prinzip kann man da nochmal eine eigene Datenerhebung nennen, eben von kandidierenden von Parlamenten und so weiter.

00:38:05: Und wer sitzt da?

00:38:06: Was sind die Namen, wie sehen die Leute aus

00:38:08: usw.?

00:38:09: Also dass man das Ganze ein bisschen kombiniert mit den Datenquellen, die da sind, die öffentlich zugänglich sind.

00:38:15: Und eigenen Datenquällen, die dann irgendwann mal publiziert sind auf öffentlich zugenglich sind und man das ganze auch rausgeben kann.

00:38:24: Das sind so primär die Datenquelling.

00:38:28: Das heißt du machst hauptsächlich mehr Ebenenanalyse für deine... Wenn

00:38:39: wir uns da methodisch reinfinden, wenn wir Individuen haben und die Fragen beantworten, die natürlich leben in Wahlkreisen.

00:38:47: Dann haben wir zwei Levels und es ist natürlich relevant zu schauen okay wie unterscheiden sich die Individuinen aber wie unterschreiten sie beispielsweise auch die Wahlkreise nach Arbeitslosenquote?

00:38:58: Anteil der migrantischen Bevölkerung und so weiter.

00:39:00: Und sofort eben zu schauen, wie hängt das miteinander zusammen?

00:39:03: Statistisch modelliert man das dann mit ganz verrückten Dingen und kriegt am Ende eine Zahl raus die ihr hoffentlich gefällt

00:39:12: Auch wenn sie nicht gefällt, auch das ist ein Ergebnis.

00:39:15: Auch dass es mich ausspannend.

00:39:18: Genau und ich würde zum Ende gerne noch eine letzte Sache ansprechen und eigentlich würde jetzt an mir in der Moderation liegen einen guten flüssigen Übergang dahin zu geleiten.

00:39:29: Das möchte wir aber nicht so ganz gelingen.

00:39:31: deswegen machen wir einfach mal einen kurzen

00:39:32: Cut

00:39:35: Und ich werde die nächste Frage jetzt in den Raum werfen.

00:39:37: Ich habe es ja auch zu Beginn schon kurz angesprochen dass demnächst auch Landtagswahlen anstehen, die ja gerade unter sehr großer Beobachtung stehen.

00:39:46: Du hast dich in der Vergangenheit auch – darüber haben wir noch gar nicht gesprochen – viel mit Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen beschäftigt.

00:39:53: Das heißt du kennst durchaus die Rolle, die das Thema Migration im Wahlkämpfen spielt.

00:39:58: Vielleicht kannst du zum Schluss nochmal sagen, hast du eine Erklärung?

00:40:02: Was ist deine Erklärungen?

00:40:03: Warum das Migrationsthema im Wahlkämpfen immer so prominent ist?

00:40:09: Das ist eine sehr gute Frage, warum das so prominent ist.

00:40:15: Ich glaube dass es vor allem... ich glaube das ist das, warum die Wahlergebnisse am Ende so aussehen wie sie aussehen.

00:40:23: also was wir hier wissen ist, dass sich Einstellungen zur Migration eigentlich kaum verändern.

00:40:33: Also die bleiben über Jahre jahrzehnterell relativ konstant.

00:40:37: also was Menschen über Migrantinnen denken muss und Menschen über migrationen denken, ob sie das gut finden oder schlecht finden bleibt eigentlich relativ konstan.

00:40:45: Was ich ändert ist eben genau das was du sagst, dass man mit wiederkehrender Sicherheit immer wieder dieses Thema auf die Agenda schleicht Ja, und auf einmal ganz oben steht.

00:40:58: Und für viele Menschen das wichtigste Problem ist oder irgendwie das wichtigeste politische Thema.

00:41:02: Und vielleicht auch das wahle entscheidende Thema.

00:41:04: Das hängt natürlich mit ganz unterschiedlichen Dingen zusammen.

00:41:06: Es gibt Parteien die das Thema natürlich, ja... ...die das Thema aufnehmen, wie das Thema ansprechen.

00:41:13: Vor allem jetzt wenn wir mal das konkrete Beispiel der Kommunalwahl NRW nehmen, die jetzt, man weiß ja am vierzehnten September XXV müsste das gewesen sein.

00:41:24: Das ist vor allem unter den Wählenden der AfD das Top-Thema, was die Wahlentscheidung beeinflusst.

00:41:34: Bei anderen Parteien sind es durchaus andere Themen mit Wirtschaftspolitik und so weiter aber vor allem dort sind diese Themen.

00:41:40: Es bedeutet für die AfD eine cleverere Strategie jedes Thema auf die Agenda zu bringen weil sie davon profitieren.

00:41:49: Auf der anderen Seite sind das natürlich auch so externe Shocks, die das Thema immer wieder salient machen.

00:41:55: Also es sind Kriege im Ausland, die wieder neue Debatten darüber anstoßen.

00:42:02: wie geht man mit Geflüchteten um?

00:42:06: Es sind Attentate in Deutschland wo dann relativ schnell wieder getitelt wird dass es irgendein Migrant sei oder sonstiges.

00:42:14: und auf einmal ist das Thema wieder auf der Agenda.

00:42:16: Wenn wir daran denken... Anfang zwanzig, fünfundzwanzig dieses riesige Debatte im Bundestag über die Kooperation oder nicht Kooperation und das sonstiges von CDU oder der Unionsfraktion unter AfD.

00:42:34: Das sind natürlich auch wieder Dinge... So was bringe ich das immer wieder auf die Agenda.

00:42:38: Also, das Thema verliert irgendwie nicht an Reitz.

00:42:41: Es sind immer mal wieder andere Themen wie dann zwischenzeitlich wichtiger sind und da geht es auch einmal um Klimaanlagen und Ventilatoren wenn draußen auch ein Grad sind.

00:42:50: Ja also, das ist ja... Also, es schwankt sehr, was jetzt gerade das Thema ist und dass kann natürlich unterschiedliche Gründe haben, wie sowas was Parteien eigentlich machen.

00:42:59: Die die Agendas setzen.

00:43:00: aber was machen Medien auch draus?

00:43:06: Was sind da die wichtigen Themen?

00:43:07: Und so erklärt sich, glaube ich das ganze, ein bisschen dieses Muster.

00:43:12: Warum das immer wieder salient wird?

00:43:13: Ich glaube wichtig ist zu verstehen dass die Einstellungen eigentlich gar nicht so, ja, dass sie sich nicht ändern sondern es meistens diese Saliens von diesen Themen

00:43:23: halt ist.

00:43:25: Ja danke Manuel!

00:43:27: Total spannend, wir haben über so viele Sachen geredet und gefühlt.

00:43:30: Haben wir noch so viele weitere Themen über die beräteten?

00:43:32: Absolut!

00:43:33: Deswegen versuchen wir am Ende noch mal wenigstens alles was für einen selbst vielleicht zu kurz gekommen ist das nochmal ein bisschen Platz zu lassen.

00:43:40: Das heißt wenn du uns noch zum Schluss einen Gedanken mitgeben möchtest was ist dir vielleicht zu Kurzgekommen?

00:43:46: dieser Folge also quasi die Rubrik der berühmten letzten Wort

00:43:51: Also

00:43:52: zwischenletzte Worte beladen Ja, aber wir landen auch noch mal ein.

00:43:55: Das sind zwischen den Worten.

00:44:01: Ich glaube zwei Sachen kann man noch sagen.

00:44:04: Ich glaub einmal, wenn wir jetzt gerade bei diesem Thema um die Wahlen herum sind und wie wird sich das Ganze entwickeln?

00:44:12: Eine Sache, die noch wichtig zu erwähnen ist, ist, dass in den letzten Jahren sehr stark von.

00:44:20: Also es gibt ein schönes Buch, The Normalization of the Radical Right von Vicente Valentin.

00:44:26: Der eben über die Normalisierung der radikalen Rechten spricht.

00:44:29: und was damit gemeint ist einfach nur dass sich eben wie gesagt auch Einstellungen gar nicht so wirklich geändert haben Leute schon sehr lange so gedacht haben sich einfach nur soziale Normen verschoben haben das die radikale rechte immer wieder immer normaler wird.

00:44:44: Das ist sowas in anderen Ländern viel früher passiert ist also so in Deutschland passiert ist einfach aus historischen Gegebenheiten, weil man hier lange Zeit sehr herzutimmt.

00:44:55: Was das Ganze angeht und man glaube ich verstehen muss dass sich in den letzten Jahren durch eben gezielte Tabu-Beriche der AfD durch aufgreifen anderer Parteien von AfD Positionen

00:45:09: usw.,

00:45:09: sich diese ganzen Themen sehr... eben normalisiert haben, dass es auf einmal okay war oder ist so eine Partei zu wählen.

00:45:18: Und ich glaube darüber kann man schon sehr viel erklären warum auf einmal scheinbar auf einmal Positionen sehr stark werden und sehr groß werden weil vieles davon eigentlich in unterschiedlicher Form schon immer da war die soziale Norm nur sehr andere waren das es nicht ok war eine radikalrechte Partei zu wählen.

00:45:41: Und jetzt gibt es eben eine, die das sehr populär irgendwie macht und ich glaube, dass ist eine Sache, die man bedenken muss bei sowas.

00:45:50: Das zweite Thema ist vielleicht nochmal, können wir uns eigentlich auch abschließen über diese Repräsentationsgeschichte zu sprechen und wer ist eigentlich unterrepräsentiert von wer und wer nicht?

00:46:05: Ich glaube auch hier gibt es in der öffentlichen Wahrnehmung häufig einen kleinen Trugschluss über das Thema Menschen mit Migrationsgeschichte und wer ist, wer es untergepräsentiert.

00:46:19: Weil wie immer haben wir heute auch schon drüber gesprochen diese Zahlen im Kopf haben.

00:46:25: Im Bundestag sitzen elf Prozent Menschen mit einem Migrationshintergrund, in der Bevölkerung sind es fünf bis dreißig Prozent irgendwo da.

00:46:32: Man darf natürlich an dieser Stelle nicht vergessen dass es eigentlich eine Gruppe ist die man nicht vergleichen kann weil wir uns eigentlich anschauen müssten, wie viele Menschen in der Wahlberechtigten Bevölkerung haben eigentlich eine Migrationsgeschichte.

00:46:44: Und wenn man bedeutet im Prinzip... Wenn wir das Ganze mal rausrechnen um die ausländische Bevölkerung dann haben wir natürlich faktisch und jetzt habe ich die Zahlen natürlich nicht parat, also trotzdem wichtig, müssten wir irgendwo in der wahlberechtigen Bevölkerung bei einem Anteil von zwölf oder dreizehn Prozent gehen?

00:47:03: Genau!

00:47:04: Das heißt es ist extrem nah dran an dem, was im Bundestag eigentlich sitzt.

00:47:08: Das heißt wir haben hier eine relativ gute Abdeckung.

00:47:12: Auf der anderen Seite ist das dann eine normative Debatte.

00:47:17: Wen berücksichtigen wir jetzt?

00:47:19: Und es ist natürlich auch nicht richtig allen Leuten die in Deutschland leben seit Jahrzehnten aber keine Deutsch-Staatsbürgerschaft haben eben vorab zu sprechen dass diese nicht vielleicht eine Berechtigung auf politische Repräsentationen und so weiter haben.

00:47:34: Auf die Debatte will ich mich gar nicht einlassen, aber ich will nur einmal quasi diesen Fächer aufmachen und schauen okay es gibt diese Unterschiede.

00:47:41: also wenn wir uns im Schauen sprechen wird tatsächlich über objektive Zahlen.

00:47:44: welche Gruppen vergleichen miteinander?

00:47:46: Und was ist gewollt eigentlich?

00:47:49: und was möchten wir?

00:47:49: Da findet vielleicht jeder für sich auch eine eigene Antwort oder wir müssen uns da kollektiv auf irgendwas einigen.

00:47:56: Aber das haben wir, glaube ich, bisher noch nicht so wichtig gemacht.

00:47:59: Und die meisten Sachen zumindest aus meiner Perspektive sind immer ein bisschen verkürzt und man könnte das Ganze zumindest im Diskurs ein bisschen offener gestalten.

00:48:10: Und ich glaube es waren meine letzten Beorte zu den Themen.

00:48:14: Die auf jeden Fall noch mal zum weiteren Nachdenken anrechnen.

00:48:18: Also

00:48:19: weitere nachdenkende Diskussionen, also auch wirklich so das als quantitativen Bevorstand und dass Zahlen auch nicht für sich sprechen und auch eine Bewertung und Einordnung brauchen die am Ende egal wie empirisch analytisch man ist dann doch schon einfach auch ne solch normative Vorstellung mit sich.

00:48:35: Gerne weitere Folgen auch mit dem Daten und auch noch mal darüber weiter zu sprechen.

00:48:41: Aber für diese Folge sind wir leider schon am Ende angekommen.

00:48:44: Und vielen Dank fürs Zuhören, unsere Zuhörerinnen.

00:48:47: Vielen Dank für die reinsechzigte Folge lieber Manuel.

00:48:50: Danke Laura fürs Mitmoderieren.

00:48:52: Danke

00:48:52: fürs Einladen!

00:48:54: Wenn euch die Folge gefallen hat, freuen wir uns wenn ihr den Podcast weiterhin fehlt und auch beim nächsten Mal wieder mit reinschaltet folgt uns gerne auf unserem Inzent im LinkedIn Kanal.

00:49:04: Einfach vielen Dank und auf Wiederhören.

00:49:07: Tschüss!

00:49:10: Das war's mit dieser Ausgabe des Podcasts Mattingpot, Migration im Dialog.

00:49:17: Mehr Infos zum Podcast und zu unserem Netzwerk findet ihr auf LinkedIn unter addincentim oder auf der Webseite des interdisziplinären Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung an der Universität Duisburg Essen.

00:49:31: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

Über diesen Podcast

MeltingPod - Migration im Dialog: der Podcast des Nachwuchsnetzwerkes des Interdisziplinären Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen.

Die Corona-Pandemie hat uns auf die Idee gebracht, einen Podcast zu starten, um eine Plattform für Netzwerkarbeit, zur Verbreitung von Forschungsergebnissen und dem Wissenschafts-Praxis-Transfer im Bereich der interdisziplinären Migrationsforschung zu bieten. Wir sprechen hierbei als Nachwuchswissenschaftler:innen mit anderen Nachwuchswissenschaftler:innen aus verschiedensten Fachgebieten, die zum Thema Migration forschen. Der Podcast behandelt Themen, mit denen sich die junge Migrationsforschung beschäftigt und gibt somit einen Einblick in das Forschungsfeld über die Grenzen wissenschaftlicher Disziplinen hinweg.

von und mit Andrea, Dennis, Laura, Marina, Merve, Anna

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